Geschichte Burundis

Im 17.Jh. gründeten Tutsis die Reiche Burundi und Ruanda.
Burundi kam durch den deutsch-britischen Vertrag von 1890 zu Deutsch-Ostafrika, wurde jedoch erst 1899 tatsächlich besetzt. 1919 kam es zusammen mit Ruanda als Völkerbundsmandat unter belgische Herrschaft.
König war seit 1915 der 1913 geborene Mwambutsa IV.
1960 leitete Belgien die Entkolonisierung ein und
am 01. Juli 1962 wurde Burundi als konstitutionelle Monarchie unabhängig.
Langwierige innere Unruhen führten 1966 zur Abschaffung der Monarchie und zur Ausrufung der Republik.
Der ethnische Dauerkonflikt zwischen Hutu und Tutsi verhinderte eine politische Stabilisierung. Mehrmals – besonders 1972 und 1988 – kam es zu Massakern zwischen den Tutsi und den Hutu.
1990 leitete der damalige Präsident Buyoya eine Liberali-sierung des politischen Systems ein. 1992 wurde per Referendum eine neue präsidiale Verfassung angenommen. Auf Basis dieser Verfassung fanden 1993 freie Parlaments- und Präsidentschaftswahlen statt. Mit M. Ndadaye, dem Kandidaten der bisherigen Oppositionspartei FRODEBU, übernahm erstmals ein Hutu das Amt des Staatschefs.
Er wurde im selben Jahr von aufständischen Soldaten ermordet. Daraufhin brachen erneut blutige Kämpfe zwischen den verfeindeten Völkergruppen aus. Über 700.0000 Burundier flohen ins Ausland. Das Parlament wählte im Januar 1994 den Hutu C. Ntaryamira zum neuen Präsidenten. Er kam im April 94 zusammen mit dem Präsidenten Ruandas bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Zu seinem Nachfolger wurde S. Ntibatunganya bestimmt. Die innenpolitische Lage blieb gespannt. Gewalttätige Ausschreitungen häuften sich. Nach einem Armeeputsch im Juli 1996 übernahm wieder der frühere Präsident Buyoga, ein Tutsi, die Macht. Danach ver-schärften sich die Auseinandersetzungen zwischen Hutu-Milizen und der von den Tutsi dominierten Regierungs-armee. Am 1.August verhängen alle Nachbarstaaten ein vollständiges Embargo über das Land mit dem Ziel der Wiederherstellung der Demokratie.
Jedoch, der schleichende Bürgerkrieg geht weiter.

Der Bürgerkrieg in Burundi kostete seit 1993 schätzungs-weise 300.000 Menschen das Leben.

Im Jahr 2000 einigte man sich nach schwierigen Verhand-lungen unter der Leitung von Nelson Mandela in Arusha auf die Bildung einer von Buyoya geleiteten Übergangs-regierung aus Tutsi- und Hutuministern.
2003 übergab Buyoya das Präsidentenamt vereinbarungs-gemäß an den Hutu D. Nayizeye.
Mit einer neuen Verfassung (am 28.02.2005 in Referendum angenommen) 60 – 40 Machtteilung zwischen Hutu-Mehrheit und Tutsi-Minderheit im Parlament (118 Sitze) und im Senat (49 Sitze).
Staatsoberhaupt und Regierungschef ist seit dem 26.08.2005 Pierre Nkurunziza.